Eigener WebProxy mit PHProxy und Lighttpd
WebProxy Server erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, da man als User ohne Konfiguration z.B. anonym surfen (IP-Adresse wird verborgen), andere Proxy / Web Sperren umgehen und den HTTP-Verkehr verschlüsseln kann. Zusätzlich wird der URL / Browser Verlauf verschleiert, da nur die Adresse des WebProxy Server gespeichert wird. Einige WebProxy Server bietet zusätzliche Security Features wie z.B. Cookie Filtering, OS & Browser Shielding, Script Blocking, Referrer Blocking. Kostenlose öffentliche WebProxys finanzieren sich leider sehr oft durch sehr viel (zu viel) Werbung, was beim Surfen erheblich stört. Ein weiterer negativer Punkt bei öffentlichen Proxy Servern ist, dass zu bestimmten Tageszeiten eine sehr hohe Auslastung der Bandbreite zu beobachten ist und deshalb das Surfen extrem langsam ist. Zusätzlich sollte man bedenken, dass man nie genau weiß welche Daten der Betreiber des WebProxy Servers sammelt bzw. auswertet. Aus diesen Gründen habe ich beschlossen einen eigenen privaten WebProxy zu installieren und zu betreiben. Eine Rücksprache mit meinem Webspace Anbieter hat ergeben, dass es nicht erwünscht es auf deren Webspace einen Proxy wie z.B. PHProxy zu betreiben.
Deshahlb habe ich hier eine Anleitung geschrieben, wie man mit Lighttpd und PHProxy einen eigenen WebProxy installiert & konfiguriert.
I. Installation
Lighttpd kann bei den meißten Distributionen über die Paketverwaltung installiert werden. Zusätzlich werden bei Debian folgende PHP Pakete benötigt: php5-common & php5-cgi
PHProxy kann direkt bei SourceForge heruntergeladen werden und anschließend mit z.B. unzip entpackt werden.
....
r-o-f:/# unzip poxy-0.5b2.zip
II. Lighttpd Konfiguration
In der Konfigurationsdatei (etc/lighttpd/lihgttpd.conf) muss bei den Server Modulen das fastcgi Modul aktiviert werden:
.....
"mod_fastcgi",
....
Am Ende der Konfig Datei muss man dann noch folgende Zeilen eintragen und anschließend den Lighttpd Server neustarten
"bin-path" => "/usr/bin/php5-cgi",
"socket" => "/tmp/php.socket"
)))
III. PHProxy einrichten
Die Dateien index.php, index.inc.php & style.css in das WWW-Verzeichnis kopieren, unter Debian ist das standardmäßig /var/www
Das Standardverzeichnis für Lighttpd wird mit folgender Zeile definiert:
IV. Letzte Schritte
In der mitgelieferten README Datei stehen einige Optionen und Variablen, die man sich aus Sicherheitsgründen anschauen sollte. Desweiteren macht es Sinn den Zugriff auf den WebProxy mittels Passwort zu schützen, wenn man nicht will dass Unbefugte darauf Zugriff haben. Wie man das macht, habe ich hier beschrieben: Lighttpd – HowTo: Passwort geschütze Verzeichnisse
Man sollte bedenken dass mal als Betreiber des Proxy verantwortlich ist, wenn illegale Sachen darüber gemacht werden.
Anschließend kann der PHProxy einfach aufgerufen werden:

Liste mit kostenlosen WebProxy Servern: http://www.root-on-fire.com/web-proxy-liste/

August 22nd, 2010
Ich habe mit einen Virtuellen Server bestellt und wollte dessen Administration selbst versuchen. Wie man sich das vorstellen kann, ist die Adminstration für Neulinge ziemlich schwierig. Danach habe ich beschlossen doch bei den Managend Servern von Hosteurope zu bleiben. Man hat zwar beschränkte Rechte und keinen Root Zugriff. Alledings alle Sicherheits-Anliegen werden von den Profis dort übernommen.
Das scheint also eine bessere Lösung für mich zu sein.
Kann es sein dass ein Virtueller Managend Server (früher hießen die WebPack Pro) auch irgendwie gehackt werden kann? Muss ich mir da Sorgen machen?
September 1st, 2010
Servus Christopher,
ich kenne die Managed Server Lösungen von Hosteurope nicht und kann deshalb bezüglich deren Sicherheitsvorkehrungen keine Aussagen treffen.
Da du dich nicht so gut auskennst, ist es für dich aber sicher die bessere Lösung.